AIDS in Österreich
1. AIDS-Erkrankungen
von 1983 bis 29. Januar 2010
2.771, davon 1.511 verstorben
derzeit 1.260 AIDS-PatientInnen
34,0 % Homo/bisexuell (941)
24,1 % IV-Drogen (669)
20,6 % Heterosexuell (571)
0,9 % Mutter-Kind (26)
21 % Frauen (34,6 % Drogen, 47,3 % Hetero)
79 % Männer (21,3 % Drogen, 13,5 % Hetero, 43 % Homo)
Bundesländer:
Wien 1.323 47,75 %
Burgenland 32 1,15 %
Kärnten 72 2,60 %
OÖ 463 16,71 %
NÖ 174 6,28 %
Salzburg 120 4,33 %
Steiermark 184 6,64 %
Tirol 279 10,07 %
Vorarlberg 124 4,47 %
2. HIV-Infektionen
ca. 12.000 – 15.000 (etwa die Hälfte davon in Wien)
2/3 davon Männer
1/3 davon Frauen
3. Neuinfektionen
Täglich kommt es zu ein bis zwei Neuinfektionen in Österreich.
Im Jahr 2008 wurden 505 Neuinfektionen festgestellt. 2009 wird es im Vergleich zum Vorjahr vermutlich wieder einen leichten Anstieg (+ 5 %) der neu diagnostizierten HIV-Infektionen geben. Hochgerechnet auf das ganze Jahr sind 2009 in Wien ca. 297 HIV-Neuinfektionen, also um etwa 24 mehr als im Vorjahr, und österreichweit ca. 523 HIV-Neuinfektionen, also um 18 mehr als 2008, zu erwarten.
2006 erfolgten fast 42 Prozent der Neuinfektionen über heterosexuelle Kontakte (1998 waren es 27 %!), 28,6 Prozent über homosexuelle Kontakte und 20,5 Prozent über intravenösen Drogenkonsum.
Pro Jahr werden in Österreich rund 1 Mio. HIV-Antikörper-Tests durchgeführt (500.000 davon im Spendenwesen). Ein Problem ist, dass die Tests z.B. im Spendenwesen oft in der falschen Zielgruppe durchgeführt werden (PensionistInnen u.s.w.). Einerseits wird sehr viel getestet, andererseits wird bei vielen der Betroffenen die HIV-Infektion erst im Zuge der tatsächlichen Erkrankung bekannt.
HIV/AIDS weltweit
Laut Welt-AIDS-Bericht der Vereinten Nationen haben sich bisher ca. 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 25 Millionen sind seit Ausbruch der Epidemie an AIDS gestorben. 33,4 Millionen Menschen leben heute weltweit mit HIV/AIDS.
Im Jahr 2008 haben sich 2,7 Millionen neu mit HIV infiziert, 2 Millionen sind an AIDS gestorben. Die am stärksten betroffene Region ist nach wie vor Afrika südlich der Sahara. Doch seit 2001 sinkt die Zahl der Neuansteckungen in dieser Region. Anders in Osteuropa und Zentralasien, wo rund 1,5 Millionen Menschen direkt betroffen sind.
Weitere Details zur Epidemiologie von HIV/AIDS sowie eine detaillierte Länderstatistik finden Sie unter http://www.unaids.org.