AIDS in Österreich
1. AIDS-Erkrankungen
von 1983 bis 4. Juni 2010
2.786, davon 1.520 verstorben
derzeit 1.266 AIDS-PatientInnen
33,8 % Homo/bisexuell (943)
24,2 % IV-Drogen (673)
20,7 % Heterosexuell (576)
0,9 % Mutter-Kind (26)
21,1 % Frauen (34,9 % Drogen, 47,3 % Hetero)
78,9 % Männer (21,3 % Drogen, 13,6 % Hetero, 42,9 % Homo)
Bundesländer:
Wien 1.332 47,81 %
Burgenland 33 1,18 %
Kärnten 72 2,58 %
OÖ 466 16,73 %
NÖ 175 6,28 %
Salzburg 120 4,31 %
Steiermark 184 6,61 %
Tirol 280 10,05 %
Vorarlberg 124 4,45 %
2. HIV-Infektionen
ca. 12.000 – 15.000 (etwa die Hälfte davon in Wien)
2/3 davon Männer
1/3 davon Frauen
3. Neuinfektionen
Täglich kommt es zu ein bis zwei Neuinfektionen in Österreich.
Im Jahr 2009 wurden 507 Neuinfektionen festgestellt. Das sind um zwei mehr als im Vorjahr. In Wien ist die Zahl der diagnostizierten HIV-Neuinfektionen 2009 auf 279 gegenüber 273 im Jahr 2008 gestiegen.
Zu den meisten HIV-Infektionen kommt es in Österreich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr. 2006 erfolgten fas 42 Prozent der Neuinfektionen über heterosexuelle Kontakte (1998 waren es noch 27 %), 28,6 Prozent über homosexuelle Kontakte und 20,5 Prozent über intravenösen Drogenkonsum.
Pro Jahr werden in Österreich rund 1 Mio. HIV-Antikörper-Tests durchgeführt (500.000 davon im Spendenwesen). Problematisch ist dabei, dass die Tests z.B. im Spendenwesen oft in der falschen Zielgruppe durchgeführt werden (PensionistInnen u.s.w.). Einerseits wird sehr viel getestet, andererseits wird bei vielen der Betroffenen die HIV-Infektion erst im Zuge der tatsächlichen Erkrankung bekannt.
HIV/AIDS weltweit
Laut Welt-AIDS-Bericht der Vereinten Nationen haben sich bisher ca. 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 25 Millionen sind seit Ausbruch der Epidemie an AIDS gestorben. 33,4 Millionen Menschen leben heute weltweit mit HIV/AIDS.
Im Jahr 2008 haben sich 2,7 Millionen neu mit HIV infiziert, 2 Millionen sind an AIDS gestorben. Die am stärksten betroffene Region ist nach wie vor Afrika südlich der Sahara. Doch seit 2001 sinkt die Zahl der Neuansteckungen in dieser Region. Anders in Osteuropa und Zentralasien, wo rund 1,5 Millionen Menschen direkt betroffen sind.
Weitere Details zur Epidemiologie von HIV/AIDS sowie eine detaillierte Länderstatistik finden Sie unter http://www.unaids.org.