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Aids Hilfe Wien

HIV Statistik

HIV- Neudiagnosen

In Österreich wird täglich mindestens eine HIV-Neudiagnose gestellt. Bereits seit mehreren Jahren bewegt sich die Anzahl dieser registrierten positiven HIV-Ersttests auf einem ähnlichen Niveau. Im Jahr 2016 wurden 447 HIV-positive Neudiagnosen registriert. Und damit ist die Zahl ähnlich wie in den letzten Jahren (Zum Vergleich: 2015 = 428, 2014 = 403 Neudiagnosen, 2013 = 481 Neudiagnosen, 2012 = 523 Neudiagnosen). Auch die Verteilung über die Bundesländer unterscheidet sich nicht wesentlich von jener in den Vorjahren.

Die positiven Testergebnisse enthalten neben den tatsächlich in dem Kalenderjahr vorgefallenen Neuinfektionen auch positive Ersttests von Personen, bei welchen die Infektion bereits länger zurückliegt. Nach wie vor erhält ein beachtlicher Anteil der HIV-positiven Menschen in Österreich ihre Diagnose erst zu einem Zeitpunkt, an dem die Infektion bereits weit fortgeschritten ist (sogenannte „late presenter“). Diese späte Diagnose wirkt sich signifikant nachteilig auf die persönliche Situation und den Therapieerfolg der Betroffenen aus. Bei einer frühen Diagnose hingegen, verbunden mit rechtzeitiger antiretroviraler Behandlung, ist eine annähernd gleich hohe Lebenserwartung in guter Lebensqualität wie bei Nicht-Infizierten zu erwarten. Späte Diagnosen haben zusätzlich ungünstige gesundheitspolitische Folgen, da bekannt ist, dass die Epidemie vor allem über die nicht-diagnostizierten (und somit auch nicht therapierten) Infektionen vorangetrieben wird.